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Mädesüß

 
 

Mädesüß Rezepte

Sammelzeit: Blüten + Blätter während der Blüte, Blüte: Juni-August

Geschmack: Blüten: bittere Mandel

 

Mädesüß in der Küche:

Sirup, Limo, Biererzeugung, in Backteig, Blätter und Blüten mit Knospen

Süßer Duft: Vanillin + Heliotropin

Wurzel: Gemüse, Suppe

Essig, Tee, Tinktur

 

Gegen Sodbrennen, Tinktur

2-3 Mädesüßblüten in kleine Stücke schneiden, mit 200 ml Quellwasser und     50 g Natron in  ein Glas füllen, gut umrühren, verschließen, 3 Tage stehen lassen, immer wieder schütteln, durch ein Feinsieb filtrieren in eine Sprayflasche füllen.

Innerlich: bei entzündlichen Erkrankungen 1-2 EL (oder 3-5 Sprühstöße) mit einem Glas warmem Wasser vor dem Frühstück und vor dem Schlafengehen 1 Woche einnehmen.

Äußerlich: bei Hautentzündungen und Irritationen auf die betroffenen Stellen aufsprühen, trocknen lassen, bei Bedarf wiederholen.

Haltbarkeit: 3 Monate bei Zimmertemperatur

 

Mädesüß-OXYMEL:                     100g Apfelessig, 300g Honig, 1 Prise Salz verrühren. 2 Handvoll Mädesüß (Blüten und Blätter) zerkleinern, übergießen, 2-3 Wochen verschlossen an einem hellen, nicht vollsonnigen Ort ziehen lassen. Abseihen, abfüllen. Auch mit getrockneten Blüten.

                                                           Haltbarkeit: kühl und dunkel 1 Jahr         

                                                           Erkältung, evtl. mit Lindenblüte und Holunder

                                                           Löffelweise pur oder verdünnt mit leicht warmem Wasser oder Tee gemischt

Teegebäck:                                     250g Butter und 150g Zucker schaumig rühren, 2 Eier dazugeben, 300g Mehl mit 2 TL Backpulver unterrühren, 2EL getrocknete von den Rispen geriebenen Blüten unterheben, 1 Stunde kaltstellen, mit einem TL Teighäufchen setzen, bei 180° Umluft, 10-15 Minuten backen.

Sahne:                                              2 Rispen Blüten in 1 Becher Sahne kurz aufkochen, abkühlen lassen, abseihen. Steif schlagen.

Halbgefrorenes:                            100ml Milch mit 2 HV Blüten aufkochen, 5 Min. ziehen lassen, absieben, Blüten ausdrücken, 100g brauner Zucker darin auflösen, 450g Joghurt einrühren, in eine flache Schüssel, 2 Stunden ins Gefrierfach stellen, mit einer Gabel zerkleinern- Halbgefrorenes + Beeren + Blüten.

Gebäck:                                           370g Dinkelmehl, 1 P. Backpulver, 120g Nüsse gemahlen, 200g Butter, 1 Ei, 120g Mädesüßzucker, 1 Prise Kräutersalz, 2 EL klein geschnittene Blätter und Blüten, frisch oder getrocknet, alles zu einem glatten Teig verkneten, 1 Stunde kühl stellen, Kugeln formen, platt drücken, oder ausrollen und ausstechen, bei 180°C 15-20 Min. backen, heiß mit Mädesüßzucker bestreuen.


Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Sanft, duftend und von stiller Präsenz, Mädesüß ist eine Pflanze, die weniger durch Lautstärke wirkt als durch Atmosphäre. Seit Jahrhunderten begleitet sie den Menschen, nicht als süßes Versprechen im heutigen Sinn, sondern als Duftträger, Stimmungsgeber und stiller Begleiter von Festen und Übergängen.

Schon früh wurde Mädesüß zum Aromatisieren von Getränken wie Wein, Bier und sehr wahrscheinlich auch Met verwendet.

Nicht zum Süßen mit Zucker, sondern wegen des angenehm süßlichen, leicht mandelartigen Dufts seiner Blüten.

Der Name „Mädesüß“ wird häufig mit dem alten Wort für Met in Verbindung gebracht. Eine zweite Deutung führt ihn auf die Mahd zurück, da getrocknetes Mädesüß im Heu einen süßen Duft verströmt. Beide Erklärungen gelten als möglich und stehen gleichwertig nebeneinander.

Archäologische Funde in bronzezeitlichen Gräbern in Wales und Schottland zeigen, dass Mädesüß bereits damals bei ritualisierten Bestattungen verwendet wurde, was auf seine rituelle Bedeutung in frühen Kulturen hinweist.

Im Mittelalter gehörte Mädesüß zu den klassischen Streukräutern. Die Pflanzen wurden auf Böden ausgelegt, um Räume zu beduften und schwere Gerüche zu überdecken, eine alltägliche Praxis in Wohnhäusern, Hallen und bei Festen. Mädesüß war dabei weniger Heilmittel als Stimmungsgeber: freundlich, leicht und verbindend.

In der Volksüberlieferung wurde Mädesüß mit Liebe, Hochzeit und Glück assoziiert. In einigen Regionen galt es als passende Pflanze für Bräute und Hochzeitsfeste, da sein Duft als segensreich und harmonisierend empfunden wurde weniger für leidenschaftliche Liebe, sondern für Zusammenhalt, Wohlwollen und ein gutes Miteinander. Auch in Orakelritualen spielte Mädesüß eine Rolle: In der Mittsommernacht gesammeltes Kraut wurde ins Wasser gelegt, um Hinweise auf Diebe zu erhalten. Heute wird Mädesüß häufig mit sanfter Liebesmagie, Herzensöffnung und Anziehung in Verbindung gebracht, etwa bei Räucherungen, Ölen oder Ritualen rund um Beltane.

Magische Bedeutung:

Liebe

Harmonie

Divination

Glück

Herzensöffnung

Schutz (sanft)

Fee verbunden

🜂 Klassische magische Zuordnung:

☉ Planet: Venus (Haupt) , Teilweise auch Jupiter

Element: Luft

Geschlecht: Weiblich

 




 
 
 

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